Lenz, Siegfried

Lenz, Siegfried

Schriftsteller, als Sohn eines Zollbeamten in Lyck geboren, nach dem frühen Tod des Vaters zog seine Mutter samt Tochter von Lyck weg und ließ den gerade schulpflichtig gewordenen Siegfried bei der Großmutter zurück, nach dem Notabitur 1943 wurde er zur Kriegsmarine eingezogen, eine wissentliche Mitgliedschaft in der NSDAP seit dem 20. April 1944 ist umstritten, 1945 desertierte er in Dänemark und geriet auf seiner Flucht in Schleswig-Holstein in britische Kriegsgefangenschaft, dort arbeitete er als Dolmetscher, nach seiner Entlassung studierte er in Hamburg Philosophie, Anglistik und Literaturwissenschaft, sein Studium brach er allerdings vorzeitig ab und wurde Volontär bei der Tageszeitung Die Welt, 1950 bis 1951 war er dort Redakteur, Siegfried Lenz lebt seit 1951 als freier Schriftsteller in Hamburg und war regelmäßiger Gast des Literatentreffens Gruppe 47, gemeinsam mit Günter Grass engagierte er sich für die SPD und unterstützte die Ostpolitik Willy Brandts, zur Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages wurde er 1970 nach Warschau eingeladen. Wichtige Werke: Roman „Es waren Habichte in der Luft“ (1951), Roman „Duell mit dem Schatten“ (1953), Kurzgeschichten „So zärtlich war Suleyken“ (1955), Erzählungen „Das Feuerschiff“, 1960, Roman „Deutschstunde“ (1968), Roman „Heimatmuseum“ (1978), Roman „Exerzierplatz“ (1985), Roman „Die Auflehnung“ (1994), Roman „Arnes Nachlaß“ (1999), Roman „Fundbüro“ (2003), Erzählung „Der Ostertisch“ (2009).

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